Erasmus-Programm

Erasmus

Erasmus-Programm: Formulare, Informationen und häufig gestellte Fragen
Erasmus-Programm
Foto: Jan-Peter Kasper
ERASMUS-Koordinator der Fakultät für Biowissenschaften
Prof. Dr. Dirk Hoffmeister
Winzerlaer Straße 2
07745 Jena
Telefon
+49 3641 9-49851
Fax
+49 3641 9-49852
Postanschrift:
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Pharmazie
Lehrstuhl für Pharmazeutische Mikrobiologie
Winzerlaer Straße 2
07745 Jena
Assistenz des ERASMUS-Koordinators
Christine Steinbach
Winzerlaer Straße 2
07745 Jena
Telefon
+49 3641 9-49850
Fax
+49 3641 9-49852
Postanschrift:
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Pharmazie
Lehrstuhl für Pharmazeutische Mikrobiologie
Winzerlaer Straße 2
07745 Jena

Aufgabe des Fachkoordinators ist die Auswahl der Bewerber sowie die Nominierung an der Gasthochschule im Ausland. Ebenso überprüft und unterschreibt der Koordinator die Studienvereinbarung (Learning agreements).

Fragen zur Organisation des Auslandsstudiums, Beurlaubung, Versicherung, Sprachkursen, Beihilfen, Kursinhalten an der Gasthochschule etc. richten Sie bitte an das Internationale Büro der FSU bzw. die ausländische Hochschule. Der Koordinator ist für diese Fragen nicht zuständig.

Bitte beachten Sie auch die Infomationen des  Internationalen Büros der FSU

Das Internationale Büro hat einen Flyer mit den wichtigsten Informationen zusammengestellt:
Was ist Erasmus? Wie gehe ich vor?

Aktuelle Informationen in Bezug auf Auslandsaufenthalte in Corona-Zeiten finden Sie hier.

Bewerbung Inhalt einblenden

HINWEISE ZUR BEWERBUNG

Bewerben können sich nur Studierende, die im Wintersemester vor dem Erasmusjahr im dritten Fachsemester des Bachelors bzw. im 1. Fachsemester des Masterstudienganges eingeschrieben sind. Bewerbungen von Studierenden, die zum Zeitpunkt des geplanten Auslandsaufenthaltes bereits über die Regelstudienzeit hinaus studieren oder ihr Studium bereits abgeschlossen haben werden, können nicht berücksichtigt werden.

Bitte lesen Sie die Infos unter "FAQ" aufmerksam durch!

Für Ihre Bewerbung um einen Erasmus-Studienplatz werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Bewerbungsformular mit Foto
  • Kopie der Friedolin-Leistungsübersicht (Achtung: nicht alle bestandenen Leistungen, sondern ALLE Leistungen auflisten!), des Bachelorzeugnisses oder des 1. Staatsexamens bei Pharmazie (falls vorhanden, sonst bisherige Lehrveranstaltungen und vorhandene Noten als Liste angeben bzw. Kopien der Scheine einreichen)
  • Lebenslauf (tabellarisch)
  • vorhandene Sprachnachweise (bitte die geforderten Sprachlevel der jeweiligen Partneruniversitäten beachten!)
  • ausführliche Begründung des Studienwunsches und des Studienorts (speziell für den Erstwunsch; mögliche Flexibilität in der Ortswahl angeben)
  • eventuelle Empfehlung eines Hochschullehrers (nicht notwendig! - nur sinnvoll, falls ganz besondere Gründe der fachlichen Eignung genannt werden können)

 

Bewerbungstermin:             15. Januar (letzte Abgabe der Unterlagen!)

 

Die Unterlagen senden Sie bitte an:

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Pharmazeutische Mikrobiologie, Winzerlaer Straße 2, 07745 Jena

Eine elektronische Kopie der Unterlagen in EINER pdf-Datei senden Sie per E-Mail an den Erasmus-Koordinator der Fakultät, Prof. Dr. Dirk Hoffmeister
(erasmus-bpf@uni-jena.de).

Die Auswahl der erfolgreichen Bewerber erfolgt im Februar durch eine Auswahlkommission der Fakultät und erfolgt zweistufig:

Erstes Auswahlkriterium ist die Gesamtnote aller bisherigen Studienleistungen, die 2,0 oder besser sein muss. Weiterhin müssen die geforderten Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. In der nächsten Stufe zählen gleichrangig die Note und die Passfähigkeit zum Programm der gewünschten Partnerinstitution. Dies ist vor allem dann von Bedeutung, falls mehrere Kandidaten um den selben Erasmusplatz konkurrieren.

Die Entscheidung wird den Bewerbern per Mail mitgeteilt. Danach werden die betreffenden Studierenden um eine rasche Abgabe der Annahmeerklärung gebeten. Offene Plätze stehen später permanent für laufende Nachbewerbungen zur Verfügung.

Ab Anfang März erfolgt die eigentliche Bewerbung (genauer: Anmeldung) an der Gastuniversität, die nach Erhalt der Informationen seitens der FSU die dafür notwendigen Formulare versendet bzw. als Download im Internet bereitstellt. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme fällt die jeweilige ausländische Gasthochschule.

Weitere Termine siehe auch Homepage des Internationalen Büros!

Formulare Inhalt einblenden

2021/2022

Liste der Erasmus-Austauschplätze [pdf, 102 kb] (Stand September 2020)
Plätze in Großbritannien stehen leider nicht mehr zur Verfügung.

Bewerbungsformular der Fakultät für Biowissenschaften für das Erasmus-Programm 2021/2022 [docx, 61 kb]

Sie können auch das Formular des Internationalen Büros für Ihre Bewerbung verwenden.

Die Frist für Bewerbungen für das Erasmusjahr 2021/2022 ist der 15. Januar 2021.
Bitte beachten Sie die Informationen zur Bewerbung weiter oben und auf dem Bewerbungsformular.

Formular zur Vorabklärung - Anrechnung von Kursen [docx, 166 kb]

Formular zur Annahmeerklärung (folgt)

Studienvereinbarung / Learning agreement Inhalt einblenden
  • regelt die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen
  • muss jeweils von Studierendem, dem Koordinator an der FSU und von einem Vertreter der Gasthochschule unterschrieben werden
  • Termin:  1. Teil der Studienvereinbarung ("Before Mobility") vor Abreise mit Fachkoordinatoren erstellen und unterschreiben lassen

Bitte schicken Sie die Vereinbarung vorab als pdf an erasmus-bpf@uni-jena.de. Fügen Sie im Anhang außerdem unbedingt das Formular bei, auf dem Sie die Unterschriften der Modulverantwortlichen eingeholt haben, um sich die Gleichwertigkeit der im Ausland absolvierten Module bestätigen zu lassen. Pro Semester wird ein Studienaufwand von ca. 30 ECTS-Credits erwartet.

Nach Prüfung der Unterlagen durch den Fachkoordinator erhalten Sie Bescheid per Mail.

  • Kopie vor Abreise komplett unterschrieben im Internationalen Büro einreichen
  • Original aufbewahren für eventuelle spätere Änderungen
  • komplett unterschriebene Kopie des 2. Teil der Studienvereinbarung ("During Mobility") bis spätestens 4 Wochen nach Ihrer offiziellen Immatrikulation an der Gasthochschule im Internationalen Büro einreichen
  • Sollte sich das Lehrangebot der Gasthochschule oder Ihre Kursauswahl geändert haben, müssen Sie Ihre Studienvereinbarung aktualisieren, von der Gasthochschule unterschreiben lassen und umgehend Ihrem Fachkoordinator an der Friedrich-Schiller-Universität Jena schicken. Danach erhält das IB wieder eine Kopie.
FAQ Inhalt einblenden

1. Was umfasst das Erasmus-Programm?

Das Erasmus-Programm dient der Förderung der Mobilität von Studenten und Hochschullehrern im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft. Deshalb kann nur ein Austausch innerhalb der EU vermittelt werden. Darüber hinausgehende Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte erfragen Sie bitte im Internationalen Büro der FSU.

2. Für welche ausländischen Hochschulen kann ich mich bewerben?

Grundsätzlich muss für den Austausch von Studenten ein bilaterales Abkommen zwischen der FSU und der ausländischen Hochschule bestehen. Deshalb ist eine Bewerbung nur für die Hochschulen möglich, die in der entsprechenden aktuellen Liste (unter 'Formulare') genannt sind. In Ausnahmefällen kann versucht werden, mit weiteren ausländischen Hochschulen eine solche Vereinbarung abzuschließen.

3. Wie erfolgt die Bewerbung, welche Termine sind zu beachten?

Für die Bewerbung gibt es an der Fakultät für Biowissenschaften ein spezielles Formular, das unter "Formulare" zum Herunterladen bereitsteht. Bewerbungsschluss ist in der Regel Mitte Januar, so dass die Entscheidung bis Mitte Februar bekanntgegeben werden kann. Das weitere Vorgehen ist auf der Homepage des Internationalen Büros der FSU ersichtlich.

4. Was sollte bei der Bewerbung beachtet werden?

Hinweise für die einzureichenden Unterlagen sind dem Bewerbungsformular beigefügt. Wichtig ist, dass eine Rangfolge von drei Wünschen für ausländische Studienorte genannt wird, die im Anschreiben auf etwa einer A4-Seite ausführlich begründet werden sollte. Bitte beachten Sie das von der Gastuni geforderte Sprachniveau, das in der Liste der Austauschplätze jeweils aufgeführt ist. Sollten Sie die Sprachkenntnisse noch nicht nachweisen können, ist es möglich, den Nachweis bis zum geplanten Auslandsaufenthalt nachzureichen. Ohne entsprechende Sprachkenntnisse ist eine Nominierung nicht möglich.

Bewerben können sich nur Studierende, die im Wintersemester im dritten Fachsemester des Bachelors oder im 1. Fachsemester des Masterstudienganges eingeschrieben sind. Bewerbungen von Studierenden, die zum Zeitpunkt des geplanten Auslandsaufenthaltes bereits über die Regelstudienzeit hinaus studieren oder ihr Studium bereits abgeschlossen haben werden, können nicht berücksichtigt werden.

Bitte beachten Sie die Hinweise zur Bewerbung auf dem Bewerbungsformular. Nur vollständige Anträge werden berücksichtigt.
Überprüfen Sie daher vor dem Einreichen Ihre Unterlagen auf Vollständigkeit.

5. Was ist darüber hinaus vor einer Bewerbung zu bedenken?

Die wichtigste Frage ist, warum ich überhaupt im Ausland studieren will und was ich davon erwarte. Dann stellt sich die Frage nach dem Land bzw. dem Ort und der Dauer des Aufenthalts. Speziell die Plätze in Ländern, in denen Englisch als Sprache ausreicht, sind zahlenmäßig begrenzt und sehr stark gefragt, so dass dort die Konkurrenz sehr hoch ist und nur ein sehr guter Notenschnitt eine Zusage erwarten lässt. Ebenfalls stark gefragt sind Plätze in Spanien und Norwegen. Die relativ vielen Plätze in Frankreich, Dänemark oder Italien sind deutlich weniger umworben und bieten eine höhere Erfolgschance. Außerdem gibt es für die meisten Länder (außer für englisch, französisch und spanisch) besondere kostenlose DAAD-Sprachkurse im Gastland, für die man sich bewerben kann. Fast alle der genannten Länder werden auch jährlich vergeben.

Bei der Dauer des Aufenthalts ist folgendes zu bedenken: Man kann nur innerhalb eines akademischen Jahres über Erasmus ins Ausland gehen. Das bedeutet, dass ein Aufenthalt im Wintersemester, auch wenn nur für ein halbes Jahr geplant, relativ problemlos verlängert werden kann. Ein Start zum Sommersemester kann deshalb stets nur für ein halbes Jahr sein. Da die meisten Hochschulen, vor allem im Norden, ihr Frühjahrs- bzw- Sommersemester relativ zeitig beginnen (z.T. schon Mitte/Ende Januar) kann es auch Terminüberschneidungen mit unserem WS kommen, auch deshalb ist ein Beginn im Herbst zu empfehlen.

Zu bedenken ist auch, dass ein Studium im Ausland stets mit erhöhten Kosten verbunden ist. Dies wird etwas gemildert durch die Erasmus-Beihilfe, die beim Internationalen Büro der FSU beantragt werden kann und die - von Jahr zu Jahr etwas schwankend - bei etwa 150-200 Euro pro Auslandsmonat liegt. Erasmus-Studenten bezahlen grundsätzlich keine Studiengebühren im Ausland, allerdings werden mitunter kostenpflichtige weiterführende Sprachkurse (über den "Crash-Kurs" zu Beginn hinaus) angeboten.

Erfahrungsgemäß ist die Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes auch mit reichlich Aufwand Ihrerseits verbunden - planen Sie einen erhöhten Planungs- und Organisations-Aufwand ein.
Auch verläuft nicht immer alles reibungslos, mit Problemen sollten Sie rechnen.

Informieren Sie sich ausführlich über die Kursangebote der gewählten Hochschulen. Sie sollten Kurse besuchen, bei denen Sie insgesamt 30 ECTS pro Semester erreichen. Dabei ist nicht zwingend nötig, diese dann alle in Jena anrechnen zu lassen. (siehe auch unter "Studienvereinbarung")


6. Nach welchen Kriterien erfolgt die Vergabe der Plätze?

Die Auswahl der Kandidaten erfolgt zweistufig. Erstes Auswahlkriterium ist die Gesamtnote aller bisherigen Studienleistungen, auch der (noch) nicht bestandenen. Diese muss 2,0 oder besser sein. Weiterhin müssen die geforderten Sprachkenntnisse nachgewiesen werden.

In der nächsten Stufe zählen gleichrangig die Note und die Passfähigkeit zum Programm der gewünschten Partnerinstitution.

Dies ist vor allem dann von Bedeutung, falls mehrere Kandidaten um den selben Erasmusplatz konkurrieren.

In einzelnen Fällen kann auch eine Empfehlung eines Hochschullehrers angefügt werden, wenn darauf besondere Gründe für die Förderung genannt werden können.

Aus dem Anschreiben, das den Bewerbungsunterlagen beigefügt wird, soll hervorgehen, warum ein Aufenthalt an der geplanten ausländischen Universität den Studienerfolg unterstützt und welche Kurse/Module dafür besonders von Interesse sind.


7. Was wird von mir als Auslandsstuden(-in) erwartet?

In gewisser Weise ist man als Studierender im Ausland auch ein Repräsentant seiner Heimatuniversität. Das Fortbestehen und der Ausbau des Erasmusprogramms hängen nicht zuletzt vom positiven Eindruck ab, den unsere Studierenden an den Partneruniversitäten hinterlassen. Mit Ihrem Auftreten und Engagement können Sie mit dafür sorgen, dass Studierende unserer Universität an Ihrer gastgebenden Partnerhochschule auch in Zukunft willkommen sind und dass sich Studierende der Partneruniversität für ein Studium bei uns in Jena interessieren.


8. Können sich Studierende aus anderen Fakultäten auf Erasmus-Plätze der Fakultät für Biowissenschaften bewerben?

Ja, dies ist möglich. Bei Bewerbern aus anderen Fakultäten muss aber ein eindeutiger inhaltlicher Bezug des geplantes Auslandsaufenthaltes zur Biologie, Biochemie, Pharmazie oder Ernährungswissenschaften erkennbar sein. Selbstverständlich werden aber Bewerbungen aus der eigenen Fakultät zuerst berücksichtigt.

Erfahrungsberichte

Aarhus - Erasmusjahr 2019/20 Inhalt einblenden
Brno - Erasmusjahr 2018/19 Inhalt einblenden
Brno Campus Foto: Studentin der Pharmazie

Erasmus Erfahrungsbericht an der University of Veterinary and Pharmaceutical Sciences Brno

Studentin der Pharmazie

Vorbereitung

Die Bewerbungsfrist für einen ERASMUS-Platz endet Mitte Januar. Bevor man seine Bewerbung abschickt, sollte man sich unbedingt überlegen, wie man den Auslandsaufenthalt sinnvoll in sein Studium integriert. Am besten wendet man sich an seine Wunschuni und fragt, ob die gewünschten Kurse angeboten werden und ohne Stundenplanüberschneidung belegt werden können. Das war bei mir gar nicht so einfach. Einige Emails und Telefonate später bekam ich jedoch dann die Bestätigung von meiner tschechischen Uni, dass es klappt. Bevor man aber dann grünes Licht aus Jena bekommt und seine Koffer packen kann, muss man Bestätigungen von den Dozenten einholen, dass die Fächer nach der Rückkehr aus dem Ausland in Jena anerkannt werden. Man sollte den Organisationsaufwand also nicht unterschätzen.

Unterkunft

In Brno ist man im Studierendenwohnheim "Kounicovy koleje" untergebracht. Der Unicampus ist nur ein paar Bushaltestellen vom Wohnheim entfernt. Das Wohnheim ist in zwei verschiedene Wohneinheiten geteilt. In Block A dürfen die Studierenden Haustiere halten. Da viele Veterinärmedizinstudierenden einen Hund halten, trifft man auf den Fluren öfters mal auf einen Collie, Yorkshire Terrier oder Pinscher. Man ist immer zu zweit auf einem Zimmer. Das war am Anfang für mich sehr ungewohnt. Meine Mitbewohnerin war auch nicht sonderlich begeistert über meine Ankunft, da sie ihr Zimmer vorher alleine hatte. Aber wenn man sich gut versteht, kann das sicher ganz lustig sein. Die anderen Erasmus-Studierenden sind alle dort untergebracht, so dass man oft zusammen kocht oder sich abends ein wenig raussetzt und unterhält. Die Miete bezahlt man monatlich im Sekretariat in bar, außerdem gibt es eine Bibliothek direkt im Gebäude und eine Kneipe im Keller. 

Unialltag

Die einzelnen Fakultäten liegen alle auf einem Campus. Das ist praktisch. Man bekommt von der Uni einen "Buddy" zugewiesen, der einem die erste Zeit hilft, sich zurecht zu finden. Seit 2019 gibt es an der VFU eine neue Erasmuskoordinatorin. Sie ist sehr engagiert und bei allem möglichen Problem behilflich. In Brno gibt es den Studiengang Pharmazie und Veterinärmedizin für Internationale Studierende komplett auf Englisch. Die meisten regulären Studierenden kommen aus Griechenland und Zypern. Es gab viele ERASMUS-Studierende aus Spanien und der Türkei. Es ist wirklich eine außergewöhnliche Erfahrung mit so vielen jungen Leuten aus aller Welt zusammen zu studieren. Die Dozenten sind sehr hilfsbereit. Die Meisten sprechen gut Englisch, manchmal war die Kommunikation jedoch etwas schwierig. Die Kurse sind ähnlich wie bei uns aufgebaut. Es gibt Vorlesungen, Seminare und Laborpraktika. Die Prüfungen bestehen in der Regel aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. In manchen Fächern gibt es bei der Abschlussprüfung einen praktischen Teil z.B. musste ich in "Medical forms&biopharmacy" mehrere Rezepturen herstellen. Die Kurse des Department of Natural Drugs sind sehr gut. Man kann an der Universität auch einen Tschechischsprachkurs belegen. Auf dem Campus gibt es eine Cafeteria. Dort gibt es vorwiegend Fleischgerichte. Außerdem sind auf dem Unigelände die Pferdeställe und Reithalle der veterinärmedizinischen Fakultät. Neben dem Hauptgebäude grast eine Schafherde und manchmal fährt auch eine Kutsche über den Campus oder jemand geht mit einem Pferd spazieren.

Freizeit

Brno eignet sich sehr gut als Ausgangspunkt für zahlreiche Kurztrips. Ich empfehle allen sich eine ISIC-Studierendenkarte anfertigen zu lassen. Damit bekommt man z.B. bei der tschechischen Bahn und Regiojet Rabatt. Regiojet betreibt Bus-und Bahnlinien in Tschechien und Nachbarländern. Von Brno aus ist man innerhalb von 2-3 Stunden in Prag, Wien oder Bratislava. Einen Besuch im Tatragebirge in der Slowakei sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Natur dort ist sehr schön. In Brno kann man sich die Villa Tugendhat ansehen, wo der Vertrag zur Teilung der Tschechoslowakei unterschrieben wurde. In der Nähe der Stadt liegt der Mährische Karst. Dort befinden sich sehr viele Höhlen, vier davon sind für Touristen zugänglich. In Brno gibt es zahlreiche Bars und Clubs und unter den ERASMUS-Studierenden findet sich immer jemand, der unternehmenslustig ist. Jeden Mittwoch gibt es in Brno eine Latinaparty.

Tschechien

Die Währung ist die Tschechische Krone. Deshalb ist es sinnvoll, sich eine Kreditkarte ohne Gebühren für Auslandstransaktionen anzuschaffen. Wenn man nach Tschechien geht, darf man nicht erwarten, dass jeder Englisch versteht. Deswegen ist es manchmal schwierig sich zurechtzufinden. Einige Leute sprechen auch Deutsch. Die Lebenserhaltungskosten sind ähnlich wie bei uns. 

York - Erasmusjahr 2017/18 Inhalt einblenden

Auslandssemester an der University of York (Januar-Juni 2018)

Caroline Meyer

Unileben und Freizeitangebot

Ich habe während meines Masters zwei Trimester an der University of York studiert (Biologie). Da der Auflandsaufenthalt unabhängig von meinem Studium in Jena war, konnte ich meine Module in York sehr frei wählen und musste nicht darauf achten, äquivalente Fächer abzudecken. Daher habe ich neben einigen biologischen Modulen auch geistes-/gesellschaftswissenschaftliche Seminare zu transkultureller Kommunikation und britischer Kultur belegt (CELT- Center for English Language Teaching). Diese Kurse fand ich unglaublich gut und besonders CELT-Kurse zu Kulturen/Kommunikation würde ich jedem weiter empfehlen (unabhängig vom eigentlichen Studienfach). Die Seminare waren sehr interaktiv und spannend - ich denke, die Inhalte sind für jeden, der sich gerne mit anderen Kulturen, Sprachen und Ländern auseinandersetzt, ein großer Gewinn.

Auch die biologischen Vorlesungen waren sehr interaktiv und gut. Die Dozenten versuchen in der Regel, in jeder Vorlesung sehr viel Praxisbezug zu schaffen (in dem sie zum Beispiel den Aufbau der Experimente und Methoden erklären, auf Dinge hinweisen, die man beachten sollte, und die Ergebnisse mit den Studenten zusammen interpretieren). Dabei beziehen sie die Studenten stark in die Vorlesung ein. Es ist teilweise eher eine Mischung aus Vorlesung und Seminar/Workshop. Zu jeder Vorlesung wird eine Auswahl an wissenschaftlichen Arbeiten genannt, die man für die Vorlesung lesen soll (und die unter Umständen auch klausurrelevant sein könnten). Vor der Prüfungszeit gab es einige Angebote an Workshops und offenen Sprechstunden. Insgesamt wird Studenten sehr viel Unterstützung geboten.

Unabhängig vom Studienfach gibt es ein großes Angebot an Kursen/Veranstaltungen, die man kostenlos oder sehr günstig besuchen kann (von Stressbewältigungsseminaren über Workshops zu Bewerbungsgesprächen usw.).
Die Uni bietet außerdem sehr viele Freizeitangebote in Form von "societies", die wie studentische Vereine sind und regelmäßige Treffen und zusätzliche Events haben. Diese reichen von allen möglichen Sportangeboten, über verschiedenste Musikrichtungen und Kreatives, Backen o.a. oder besondere Interessen. Es gibt wirklich zu allem etwas! Durch die Societies gibt es auch sehr regelmäßig Konzerte, Theater und Musicals, die man besuchen kann (kann ich sehr empfehlen!!).

Für Studenten gibt es außerdem noch die Möglichkeit, reduzierte Karten (Monatskarte z.B.) für ein Sportzentrum zu kaufen (York Sport Village/ York Sport Center), die auf dem Campusgelände liegen und Fitnesszetrum, Schwimmhalle, Sauna, Whirlpool und Sportkurse anbieten (alles inklusive).

Insgesamt spielt sich sehr viel auf dem Campusgelände ab, da dort neben den Univeranstaltungen auch sämtliche Wohnheime, einige Pubs, Supermärkte, Bäckerei, Sportzentren und alle Societies lokalisiert sind, so dass man theoretisch recht unabhängig von der Innenstadt leben kann.

Wohnsituation

Als Erasmusstudent (zumindest im Bachelorprogramm) bekommt man ein Wohnheimzimmer auf dem Campus angeboten (das Wohnheim konnte ich mir allerdings nicht aussuchen). Ich hatte sehr viel Glück, da ich in einem neuen Wohnheim (nennt sich offiziell College) wohnen konnte, das ziemlich komfortabel und für Wohnheimstandards sehr luxoriös war (mit eigenem Badezimmer mit Dusche oder Badewanne, großem Bett, großer Gemeinschaftsküche mit Sofas und Fernseher, Reinigungsservice für Küche und Bad(wöchentlich/monatlich)). Ich habe mit 11 weiteren Studenten zusammen gewohnt, wovon 9 aus England kamen, was ich sehr gut fand. Mein Wohnheim hatte außerdem noch ein Gemeinschaftshaus mit vielen Sofas, Beamern, Fernsehern, Tischen, Computern, Tischtennisplatte, Billardtisch, Klavier, E-Piano, Dart, Bücher, Spiele,… Auch das Wohnheim bietet regelmäßig Veranstaltungen an, die man kostenlos besuchen kann (z.B. wöchentlich Yoga, Filmabende).
In anderen Wohnheimen ist auch Frühstück und Abendessen inklusive (Mensa). Allgemein muss man sich auf deutlich höhere Wohnpreise einstellen.

York/Nordengland

York ist eine unglaublich schöne Stadt mit wunderschönem alten Stadtbild und sehr viel Geschichte - man verliebt sich ganz schnell in diese Stadt. Zu jeder Jahreszeit und jedem Wetter ist sehr viel. Es gibt alle paar Meter einen Pub und sehr viele kleine, süße Cafés und Bars, so dass man sich kaum entscheiden kann, wo man hingehen soll (meine persöhnliche Empfehlung: Evil Eye, The Botanist, die ganze Fossgate-Straße, Gatehouse). Außerdem gibt es sehr viele und gute Second Hand Läden und überall extrem gute Straßenmusik! Die ganze Stadt fühlt sich an wie eine Filmkulisse! J Kulinarisch kann man sich super gut mit Scones und Fudge verwöhnen - ansonsten würde ich jedoch eher zu internationalen Restaurants raten…

Nordengland insgesamt fand ich unheimlich schön! Wunderschöne Landschaft und Häuser und Gärten - wer sich für so etwas begeistern kann, wird es lieben! Von York aus kann man sehr gut Tageausflüge machen (Manchester, Leeds, Harrogate, Knaresborough, Whitby, Scarborough, Castle Howard) und ist mit Bus oder Bahn auch ausreichend flexibel.

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass das Leben in Yorkshire noch etwas gemütlicher abläuft, die Menschen fand ich extrem höflich und hilfsbereit, sehr entspannt und insgesamt sehr sympathisch.

Das Wetter war sehr wechselhaft. Im Januar/Februar fand ich es unangenehm kalt, besonders weil es auch oft windig und feucht ist. Die Temperatur (oder zumindest das Empfinden) schwankt auch innerhalb eines Tages stark, jenachdem wie stark der Wind ab- und zunimmt. So oder so, man sollte im Winter dicke und regenfeste Klamotten einplanen und im Frühjahr viele Schichten tragen, um schnell variieren zu können.

Alles in allem fand ich die Zeit wunderschön und York (sowohl die Uni als auch die Stadt) absolut empfehlenswert!

Lund - Erasmusjahr 2017/18 Inhalt einblenden
Lund See Foto: Rike Weber

Auslandssemester an der University of Lund (2017-2018)

Rike Weber

Vorbereitungen

Nach meinem ersten Masterjahr in Biochemie mit viel Lernaufwand und Stress war für mich klar, dass ich eine Auszeit brauchte, um mir über meine Interessen klar zu werden und neue Erfahrungen zu machen. Ein Erasmusjahr in Schweden schien mich daher genau das richtige. Außerdem gefiel mir das Angebot an ökologisch orientierten Kursen in Lund. Ich habe mich also für Lund als erste Priorität beworben und den Platz dort glücklicherweise auch bekommen. Die Organisation der Universität Lund war super. Man wurde "step by step" durch den Bewerbungsprozess geführt und die Kursbewerbung verlief auch reibungslos und ich bekam alle Kurse, die ich wollte.

Unterkunft ist in Lund ein großes Thema, da es viel zu wenig Wohnungsraum gibt. Ich habe mich für Studentenwohnheime beworben (allerdings nichts bekommen) aber gleichzeitig privat via Facebook-Gruppen und BoPoolen herumgefragt. Ich hatte das Glück privat ein Zimmer in einem Haus ca. 10 min von der Innenstadt zu ergattern, in dem ich mit 3 weiteren Studierenden wohne und mich sehr wohl fühle. Wir haben einen wunderschönen großen Garten, Apfelbaum und viel Platz um Gemüse anzubauen.

Auch die Ankunft in Lund war sehr gut organisiert. Es gab einen "Arrival Day" an dem es von oientierungslosen StudentInnen nur so wimmelte, der aber sehr gut organisiert war und einen erfolgreich durch die ganzen Registrierungs- und Immatrikulationsprozesse gebracht hat. Anschließend gab es zwei Orientierungswochen mit vielen Angeboten, Aktionen und Partys sodass es kein Problem war, Leute kennenzulernen und sich direkt wohl zu fühlen. Man wurde auch einer Mentorengruppe zugewiesen, mit der man anfangs viel zusammen machen konnte. Es ist für jeden was dabei.

Eine große Besonderheit in Lund sind außerdem die Nations, die fast das ganze Studentenleben organisieren. Es gibt 13 und man zahlt einen Mitgliedsbeitrag (an eine Überorganisation aller Nations) und kann dann einer beitreten, allerdings an Aktivitäten aller Nations teilnehmen und mitgestalten.

Unialltag

Mein Unialltag hier unterscheidet sich stark von dem in Jena. Das Semester ist hier in 2 Perioden eingeteilt, in der ich jeweils einen 15 ECTS Kurs belegt habe. Die Kurse gehen ca. 8 Wochen und sind mit Vorlesungen, Labor und Exkursionen gefüllt, wobei den theoretischen Vorlesungen direkt praktische Laborarbeit oder Exkursionen folgen. Ich habe die Kurse "Limnology", "Ecotoxicology" "Applied Ecotoxicology" und "Water Management" gewählt und war sehr zufrieden damit. Man hatte jeden Tag Uni, oft auch bis nachmittags, allerdings wurde die Zeit für Protokolle, Hausarbeiten, Präsentationen oder Lernen mit einkalkuliert, sodass abendliches schreiben oder nächtliche Lernperioden komplett ausfielen und man nach der Uni viel Zeit für Hobbies und FreundInnen hatte. Am Ende des Kurses gab es dann eine Klausur. Da man sich aber die 8 Wochen davor ausschließlich mit dem Thema beschäftigt hatte, musste man dafür nur relativ wenig lernen. Auch die Atmosphäre zwischen Lehrenden und Studierenden gefiel mir sehr gut.  Es wird nur beim Vornamen genannt und geduzt, die ProfessorInnen nehmen sich viel Zeit um Hausarbeiten oder Protokolle zu lesen und zu besprechen. Auch Auswendiglernen steht hier weniger im Vordergrund, stattdessen habe ich viel über wissenschaftliches Schreiben, und praktisches Anwenden gelernt, was mir sehr gut gefallen hat. Ich hatte nie das Gefühl, unter Druck zu stehen und habe doch viel dazugelernt. Der Großteil der Arbeit in den Kursen bestand aus Gruppenarbeiten, was ich von Deutschland nicht gewohnt war, mir aber sehr viel Spaß gemacht hat. Man hat immer neue, interessante Leute kennengelernt und viel über die Arbeit in Gruppen, Kompromissbereitschaft etc. gelernt.

Außerdem ist gemeinsames Mittagessen (zumindest im Ökologiegebäude) mit Kommilitonen ein Muss. Jeder bringt sein Essen von daheim mit und es gibt Küchen, in denen StudentInnen ihr Essen aufwärmen oder Kaffee und Tee machen können.

Auch die Studienorganisatoren und das Prüfungsamt sind super freundlich und haben mir bei jedem Problem geholfen.

Insgesamt fühle ich mich an der Uni sehr aufgehoben!!

Freizeit

Wie oben schon erwähnt, wohne ich mit 4 StudentInnen in einem alten Haus am Rande von Lund. Es ist wunderschön und ich liebe das Gemeinschaftsleben hier. Wir kochen, gärtnern, grillen, feiern oder lernen zusammen und ich fühle mich sehr wohl!

Generell lernt man am Anfang des Aufenthalts, besonders in den Orientierungswochen unglaublich viele internationale Leute kennen. Mir persönlich war es oft ein bisschen zu viel, sodass ich nicht an allzu vielen Aktionen teilgenommen habe. Stattdessen habe ich angefangen im Verein Wasserball zu spielen mich bei verschiedenen Organisationen zu engagieren. Dabei habe ich viele wunderbare Leute kennengelernt und schöne Erfahrungen gemacht. Außerdem habe ich tagsüber meistens von 9-2 Uni, danach aber Zeit für Freunde und Hobbies.

Ich hatte das Gefühl, sich Zeit für Hobbies und Freunde zu nehmen wurde hier von der Uni gefördert und das Ausbleiben von Hard-Core Lernphasen, sondern ein konstantes Pensum an Lernaufwand tat mir sehr gut.

Lund selbst ist eine unglaublich schöne Stadt mit vielen Facetten und einer wunderbaren Atmosphäre. Für Großstadt-Menschen ist Malmö oder Kopenhagen nicht weit, für Natur-Liebende (wie mich) gibt es wunderbare Wanderwege und Angebote überall um Lund herum. Ich genieße die letzten Tage hier und kann nur jedem empfehlen, hier seinen Austausch zu machen. Falls ihr irgendwelche Fragen habt, könnt ihr euch gern bei mir melden (weber.rike@web.de).

Oslo - Erasmusjahr 2016/17 Inhalt einblenden

Auslandssemester an der University of Oslo

Peter Bohm

Als ich am 12. August 2016 zum Meet and Greet in Oslo ankam, wurde ich von einer Gruppe Studenten der Universität Oslo herzlich empfangen und vom Hauptbahnhof zum Campus Blindern begleitet. Dort ist SiO ansässig, die Organisation, welche unter anderem die Wohnheime verwaltet. Der Mitarbeiter, bei dem ich meine Schüssel für die Wohnung abholte, war super nett. Ich konnte zwischen drei Preisangeboten für ein Zimmer wählen und mir anschließend die Anzahl der Mitbewohner, das Stockwerk und sogar die Ausrichtung des Zimmers aussuchen.

An meiner Adresse angekommen, fand ich eine nagelneu renovierte Wohnung vor. Mein Zimmer war relativ überschaubar, jedoch wurde das durch die riesige Küche mit großzügiger Kochinsel wieder wettgemacht. Nach und nach lernte ich meine sieben Mitbewohner kennen, die bis auf eine Deutsche alle aus verschiedenen englischsprachigen Ländern kamen (generell waren allerdings deutsche Austauschstudenten in Oslo sehr stark vertreten). Direkt neben meinem Gebäude befand sich ein kleiner Supermarkt, der beinahe rund um die Uhr geöffnet hatte und für den schnellen Einkauf spätabends perfekt war.

Obwohl ich als Erstwunsch Kringsjå (größte Studentenwohnsiedlung in Oslo) angegeben hatte, kam ich in die Wohnung nach Sogn (zweitgrößte Studentenwohnsiedlung). Allerdings stellte sich sehr bald heraus, dass mir dies sogar besser gefiel. So fahren beispielsweise mehr Bahnen nach Sogn als nach Kringsjå, der Campus ist nähergelegen und die meisten Leute, die ich in der buddy week kennenlernte, wohnten ebenfalls in Sogn. Andererseits ist man von Kringsjå aus schneller am See und im Wald. Auch die Wahl, mit sieben Studenten zusammen zu wohnen bereute ich nicht. Im Gegenteil, dadurch war sehr viel Leben in der WG und auch mit den Studenten aus den zwei weiteren Wohnungen im Gebäude wurde oft zusammen etwas unternommen wie z.B. ein internationales Abendessen oder eine Wandertour zum Vettakollen.

Wie auch Swen, der das Jahr vor mir in Oslo war, besuchte ich den 60 Stunden umfassenden Norwegischkurs (auf seine Empfehlung hin bei Kate Rasch, die wirklich eine unschlagbar nette und motivierte Norwegischlehrerin ist). Da Toxikologie in Jena nicht angeboten wird, belegte ich zusätzlich General Toxicology und Human Toxicology. Der Arbeitsaufwand dieser Kurse hält sich in Grenzen; man lernt die grundlegenden Aspekte der Toxikologie kennen und betrachtet alles aus einem Blickwinkel, der sehr stark die Umwelt und Ökosysteme im Fokus hat. In jedem der drei Kurse muss eine Klausur geschrieben und ein Vortrag gehalten werden. Besonders der Norwegischkurs ist spannend und macht mit der Lehrerin und den vielen internationalen Studenten sehr viel Spaß - ein Muss!

Von meinem Wohnheim aus ist der Campus insgesamt etwa gleich schnell mit der Bahn oder zu Fuß zu erreichen (15 Min.). Besonders hilfreich sind die (ungefähr) 100 Freikopien, die man z.B. in der naturwissenschaftlichen Bibliothek mit seinem Studentenausweis nutzen kann. Ebenfalls auf dem Campus findet man eines der fünf SiO-Sportzentren Athletica, das für Studenten relativ günstig ist und sehr viele Möglichkeiten und Kurse zur sportlichen Betätigung anbietet. Alternativ kann man sich bei einer Student Association anmelden, um z.B. seine Lieblingssportart auszuüben oder zusammen Ausflüge zu unternehmen.

Zum Stichwort Ausflug: Wenn man schon einmal in Norwegen ist, sollte man sich das Land mit der unbeschreiblichen Natur anschauen! Leute mit denen man mal ein Wochenende auf Wandertour gehen kann findet man immer - so gut wie jeder möchte mal ein Bild von Trolltunga machen, oder nach Stavanger fliegen. In Stavanger kann man sich z.B. an dem einen Tag wagemutig auf den Kjeragboltenstellen und am nächsten Tag auf dem Preikestolen gemütlich picknicken und die atemberaubende Aussicht genießen. Wer lieber ohne viele Touristen die Berge erzwingen und die Natur bestaunen will, sollte in der Nebensaison zu den Lofoten reisen (Ich war im Oktober dort; absolut traumhaft!). Mit dem Mietwagen lassen sich die unzähligen Wandertouren in kürzester Zeit erreichen. Natürlich gibt es aber auch in Oslo etliche schöne Wanderrouten, zu denen man mit der Linie 1 in Richtung Holmenkollen gelangt. Die Ausflüge und Wanderungen mit Studenten unterschiedlichster Herkunft habe ich sehr genossen und sind ohne Zweifel mit das Schönste, was ich während meines Auslandsaufenthalts erlebt habe.

Um abends mal auszugehen bieten sich die Studentenpubs der verschiedenen Fakultäten auf dem Campus an. Die Getränke sind hier günstiger als in der Innenstadt und der Eintritt meist frei. Die Preise in den Studentenpubs liegen jedoch immer noch über den Preisen einer Bar in Deutschland. Auch das Essen in Norwegen ist nicht billig - für Lebensmittel muss man mit dem doppelten bis dreifachen Preis des deutschen Preises rechnen. Hingegen kann man manche Museen in Oslo zum Nulltarif besuchen oder sich für ungefähr 11€ eine Ballettaufführung in der berühmten Oper anschauen. Ebenfalls einen Besuch wert sind die Inseln im Fjord von Oslo, auf denen man herrlich grillen oder im Meer baden kann. Mit dem Monatsticket für Bus und Bahn ist die Fahrt mit der Fähre dorthin kostenlos. Der August war während meines Aufenthalts sehr warm und auch im September schien jeden Tag ununterbrochen die Sonne. Also Badehose unbedingt einpacken! Sehenswert ist weiterhin der Hafen Akkerbrygge oder der Barcode. Ein kostenloses Jazzkonzert gibt's jeden Sonntag im BLÅ im Stadtteil Grünerløkka.

Fazit

Das Land Norwegen hat sich mir stets freundlich präsentiert - angefangen von den wirklich vielen sonnigen Tagen, bis hin zu den unglaublich aktiven und naturliebenden Norwegern. Die Universität Oslo ist mir durch die sehr gute Organisation und das Engagement der Dozenten und Mitarbeiter positiv aufgefallen.

Norwegens Kultur ist ähnlich der Deutschen, wenngleich auch das rege Studentenleben durch eine gewisse Gelassenheit der Norweger - zu der wohl die Nähe zur Natur maßgeblich beiträgt - entschleunigt wird.

Um die Möglichkeiten eines internationalen Austausches voll auszukosten, wählt man als ersten Schritt dafür am besten die größtmögliche WG bei seiner Ankunft. So konnte ich durch meine sieben Mitbewohner die Kultur vieler verschiedener Nationalitäten kennenlernen und z.B. bei typisch amerikanischen Pancakes den nächsten Ausflug in die atemberaubende Natur Norwegens planen.

Ich freue mich, dass ich den Auslandsaufenthalt in Norwegen machen konnte und somit das Studieren - aber vor allem das Leben - in Oslo mit seinen vielen Facetten kennenlernen und neue, interessante Erfahrungen machen durfte.

Ha det bra!

York - Erasmusjahr 2015/16 Inhalt einblenden
York Campus See Foto: Annika Hüsken

Erfahrungsbericht zum Erasmusaufenthalt an der "University of York" (WS 2015/16)

Annika Hüsken

Vorbereitung

Ich hatte generell einen Auslandsaufenthalt während meines Studiums geplant, jedoch ursprünglich eher während des Masters. Allerdings habe ich mich dann doch recht spontan beworben und war sehr erfreut, einen Platz für Biochemie an der University of York, meiner Erstwahl, zu erhalten.

Auf die Annahme des Platzes folgte eine Menge Papierkram, der sich jedoch mit Hilfe der vom IB zur Verfügung gestellten Checkliste recht gut bewältigen lässt. Die Immatrikulation in York war schnell geschafft, darauf folgte die Auswahl eines Research Projects, welches ich mir in Deutschland als Bachelorarbeit anrechnen lassen kann.

Die Modulwahl erfolgte wenig später. Die in Jena verpassten Module sollten dabei möglichst mit  inhaltsgleichen Kursen aus dem 2. oder 3. Studienjahr in York ersetzt werden, jedoch wurden einem gerade beim Ersetzen der Aufbaumodule viele Freiheiten gelassen. Jede Vorlesung des dritten Studienjahres umfasst 5 ECTS, somit ersetzen zwei Vorlesungen ein Modul in Jena. Das Research Project liefert weitere 20 ECTS.

Zuletzt musste sich auch um eine Unterkunft gekümmert werden. Dabei hat jeder Erasmus-Student Anspruch auf ein Zimmer in den Universitätswohnheimen. Bei der Bewerbung dafür kann man Präferenzen angeben, jedoch liefern diese keine Garantie und man muss sich mit dem Zimmer zufrieden geben, welches man zugeteilt bekommt.

Ich hatte Glück und bin in Alcuin, einem College auf dem Campus Heslington West, gelandet. Dieser Campus ist zwar älter, weshalb einige der Gebäude innerlich wie äußerlich nicht gerade durch Modernität glänzen, aber dafür befinden sich sowohl die biologische als auch die chemische Fakultät auf diesem Campus. Mit wem ich zusammenwohne habe ich auch schon vor meiner Anreise erfahren. Diverse Facebook-Gruppen sind dabei recht hilfreich. Allerdings sind die Wohnheime "on Campus" etwas teurer, als Zimmer "off Campus". "Off Campus" ist allerdings zu beachten, dass es hier kein Semesterticket für Bus und Bahn gibt. Generell sind Busse hier privatisiert, sodass es verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Konditionen gibt. Des Weiteren habe ich dieses Jahr die Erfahrung gemacht, dass es sich bei der Wohnungssuche anbietet auch auf die Entfernung zum Fluss zu achten, denn den Fluten im Dezember sind auch manche Studentenunterkünfte in der Stadt zum Opfer gefallen.

Unialltag

Da ich hauptsächlich Module des dritten Studienjahres belegt habe, hatte ich neben dem Research Project fast ausschließlich Vorlesungen, von denen alle von der biologischen Fakultät geleitet wurden. Jede Vorlesung umfasst etwa ein bis zwei Stunden pro Woche. Bei Modulen des 2. Studienjahres können dann noch Seminare, Praktika und Workshops dazukommen.

Mir haben die Vorlesungen "Cell and Tissue Engineering", "Immunology" und "Epigenetics in Development and Disease" am besten gefallen. Allgemein unterscheiden sich Vorlesungen wenig von denen in Deutschland. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, dass nicht alle Vorlesungen jede Woche zur gleichen Zeit und im gleichen Hörsaal stattfinden. Ein großer Vorteil ist jedoch, dass alle Vorlesungsmaterialien gesammelt auf einer Internetseite, dem VLE, zur Verfügung gestellt werden und hier auch Audiomitschnitte der einzelnen Vorlesungen heruntergeladen werden können. 

Die Klausuren, welche in der ersten Woche des zweiten und in der Mitte des dritten Trimesters stattfinden, unterscheiden sich jedoch deutlich von denen in Deutschland. 50% der Klausur des 3. Studienjahres besteht aus Wissens- und Anwendungsaufgaben, wobei auf Anwendung ein deutlich höherer Wert gelegt wird als in den meisten Klausuren in Jena, während für die restlichen 50% ein Essay zu einer von zwei-drei vorgegebenen Fragen geschrieben werden muss. Für gute Noten im Essay wird erwartet, dass man auch einen Blick in die wissenschaftlichen Artikel geworfen hat, die zu jeder Vorlesung empfohlen werden. Es ist jedoch definitiv nicht nötig, jeden Artikel genau zu lesen. Generell dauert eine Klausur zwei Stunden. Für Klausuren zu Modulen des zweiten Studienjahres verkürzt sich die Zeit auf eineinhalb Stunden, zudem zählt das Essay nur zu 30%. Weil ich zur zweiten Prüfungsphase schon nicht mehr in York war, durfte ich die Klausuren des "Spring Terms" als open Essays in Deutschland schreiben.

Da ich nur ein halbes Jahr in York verbracht habe, wurde mir freigestellt, ob ich ein Research Project machen möchte oder meine Bachelorarbeit nach meiner Rückkehr anfertige. Ich kann allerdings nur empfehlen die Chance zu nutzen, an einem solchen Projekt teilzuhaben. Da die praktische Phase im Labor einen längeren Zeitraum umfasst als bei einer deutschen Bachelorarbeit, hat man somit genug Zeit, um sich einzuarbeiten und ein Teil der Arbeitsgruppe zu werden. Ich habe in meinem Projekt verschiedene Methoden und Aufgabenbereiche von mikrobiologischen Techniken bis zur synthetischen Chemie kennenlernen dürfen und habe dadurch sehr viel gelernt. Zudem haben sich alle im Labor gut miteinander verstanden, sodass unsere AG auch außerhalb der Arbeitszeit mal zusammen essen war. Auch bei Fragen zur Laborarbeit waren alle sehr hilfsbereit. Offiziell sollte ich zwei Tage die Woche im Labor verbringen, letztendlich war ich allerdings deutlich öfter dort, schon weil es manchmal einfach nicht möglich ist, ein Experiment über mehrere Tage unbeobachtet stehen zu lassen. Dafür konnte ich mir meine Zeit sehr frei einteilen. Generell ist der Arbeitsaufwand allerdings stark vom Projekt und der Arbeitsgruppe abhängig.

Die Betreuung während des Studiums in York ist stärker als in Deutschland. So wird einem am Anfang des Jahres ein Supervisor zugeteilt, mit dem man mindestens ein Meeting pro Term verabredet, der aber auch sonst für sämtliche Studienfragen zur Verfügung steht. Auch wenn es am Anfang etwas befremdlich wirken mag, gewöhnt man sich schnell daran, sämtliche Betreuer mit Vornamen anzusprechen und zu schreiben - Eine Differenzierung zwischen "Du" und "Sie" bietet das Englische ja generell nicht. Für Ausländische Studierende finden in den ersten Wochen noch zusätzlich Veranstaltungen statt, die den Studienstart erleichtern.

Unterkunft und Freizeit

Ich habe während der Zeit ein Zimmer mit eigenem Bad in einem der neueren Gebäude des Alcuin Colleges bewohnt. Zusätzlich stand eine große Küche zur Verfügung, die ich mit 11 Mitbewohnern geteilt habe. Da auf dem Campus hauptsächlich Erstsemester untergebracht sind, war ich in unserer WG die einzige aus einem höheren Semester. Das hat aber nicht großartig gestört, denn so haben wir uns alle zu Beginn des Jahres neu kennengelernt. Natürlich braucht man ein bisschen Glück, wenn einem Mitbewohner einfach zugeteilt werde, ich habe mich allerdings mit den meisten gut verstanden und wir haben auch gerade am Anfang oft in der Küche zusammen gesessen und Filme geschaut oder Spiele gespielt.

Auch außerhalb der WG lernt man am Anfang viele neue Leute kennen, besonders wenn man am Programm der "Freshers Week" teilnimmt. Diese wird von allen Colleges in der ersten Woche der Herbst-Terms angeboten und besteht aus einer Reihe von Bar Crawls und Partynächten, um das Nachtleben und neue Kommilitonen kennenzulernen. Für weniger Feierbegeisterte werden Alternativevents wie Bowling oder Stadtführungen angeboten. Die "Freshers Week" endet mit dem "Freshers Fair", einem Markt, bei dem sich alle Sportclubs und Societies vorstellen.

Societies sind Interessensgemeinschaften, die sich üblicherweise einmal pro Woche treffen und bestimmten Aktivitäten nachgehen. Von Cocktail, über Baking und Gaming bis hin zur Harry Potter Society ist alles dabei. Und ja, die Uni hat eine eigene Quidditch Mannschaft. Zudem gibt es ein breites Sportangebot. Ich kann nur sehr empfehlen mindestens einer Aktivität beizutreten, da es eine weitere gute Möglichkeit bietet, interessante Leute kennenzulernen. Gerade einige Sportclubs unternehmen an Wochenenden Ausflüge, sodass auch dann keine Langeweile aufkommt. Ich habe oft mit dem Caving und Pothole Club in den Yorkshire Dales Höhlen erkundet und habe somit nicht nur überirdisch einiges von England gesehen.

York selbst ist eine sehr hübsche Stadt. Es gibt viele kleine Fachwerkhäuser und enge Gassen. Das Stadtbild wird nicht etwa durch einen mittelmäßig modernen Glasturm sondern durch die Türme des Minsters sowie den auf einer Anhöhe befindlichen Cliffords Tower geprägt. Es gibt eine Vielzahl an Museen, darunter ist besonders das Castle Museum zu empfehlen, und natürlich ist auch ein Spaziergang entlang der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer ein Muss. Eine gute Möglichkeit für touristische Unternehmungen bietet das Residents Festival, ein Wochenende, an dem viele der Museen für Yorks Bewohner (Studentenausweis zählt als Nachweis) kostenlos geöffnet sind.

Auch für nächtliche Unternehmungen hat York einiges zu bieten. Mit 365 Pubs und Bars, in denen es ein breites Angebot an Bier, Cider und Cocktails zu probieren gibt, wird es nie langweilig. Zudem gibt es gut besuchte wöchentliche Partys für Studenten in den vier großen Yorker Nachtclubs. Dabei ist der Alkoholkonsum hier meist recht hoch und die Mädchen laufen auch bei Graden um den Gefrierpunkt gerne mal im trägerlosen Minikleid ohne Jacke oder Strumpfhose zum Club.

Auch die Umgebung von York sowie nahegelegene Städte zu besuchen, lohnt sich. Wenn man viele Zugreisen plant, mag es ratsam sein, sich eine Railcard zu besorgen. Die kostet für ein Jahr etwa 30 Pfund und bringt 30% Ersparnis pro Fahrt. Generell ist es hier wie in Deutschland empfehlenswert, rechtzeitig zu buchen. Es werden aber auch von der Studentunion über das "Give it a go" Programm verschiedene Ausflüge zu günstigen Preisen angeboten. Bei mir ging es darüber nach Liverpool und Edinburgh.

Fazit

Ich bin sehr froh darüber, die Chance genutzt und zwei Trimester in York verbracht zu haben. Neben Einblicken in den Universitätsalltage einer ausländischen Hochschule und in den britischen "way of life" habe ich auch einige gute Freundschaften gewonnen und viele kleine Abenteuer erlebt. Und letztendlich war das Winterwetter in England auch gar nicht so viel schlimmer als in Deutschland.

Oslo - Erasmusjahr 2015/16 Inhalt einblenden

ERASMUS-Aufenthalt in Oslo

Swen Hartfiel

Der ERASMUS-Aufenthalt in Oslo war eine sehr schöne und lehrreiche Erfahrung.

In Oslo habe ich in einem Studentenwohnheim von SiO gewohnt. Ich wohnte in Ullevål mit einer sehr netten und freundlichen und für norwegische Verhältnisse sehr offenen Norwegerin zusammen, mit der ich ein winziges Bad und eine noch kleinere Küche teilte. Von dort konnte ich in 10-15 Minuten zum Universitätscampus Blindern laufen oder in 3 Minuten mit der Bahn dort hin fahren. Von dem Wohnheim war ich ca. 15 Minuten bis in das Zentrum unterwegs und ebenfalls ca. 15 Minuten bis in die Natur bei Sognsvann. Leider hat das Wohnheim keine Esszimmer oder Esstisch in der Küche, sodass jeder sein Essen in seinem Zimmer am Schreibtisch essen musste. Die beiden größten Wohndörfer, Krinsjå und Sogn sind ebenfalls in der Ecke von Oslo und von Krinsjå kann man auch mal in ca. 45 Minuten und Sogn in ca. 25 Minuten bergab in der Nacht nach Hause laufen. Dort finden die meisten privaten Küchenpartys statt und leben die meisten internationalen Studenten.

Zunächst einiges zum Studieren. Die Campusuniversität besteht hauptsächlich aus 60er Jahre-Bauten, die nach und nach modernisiert werden. Dort werden in den Gebäuden der Fakultäten von den "Fachschaften" Bars betrieben, wo man z. B. in der "Realistforeningen" morgens Kaffe und Baffeln für einen kleinen Preis bekommt. Dort gibt es auch jeden Freitag ein Pubquiz und "günstiges" Bier. Die Vorlesungen, die ich besuchte, waren mit den Vorlesungen des Masters Biochemistry in Jena vom Niveau her nicht zu vergleichen. Ich hatte die Module general Toxicology und human Toxicology belegt, die für mich sehr einfach waren. Es wurde Lehrbuchwissen vermittelt und oft bei Null mit den Erklärungen und Ausführungen angefangen, z. B. "Das sind die 4 Basen der DNA ...". Das Bildungsprogramm in Norwegen ist etwas anders als das in Jena, sodass dort keine Bachelorarbeit geschrieben wird, sondern wie im Diplom, der Master sich quasi nahtlos an den Bachelor anschließt. Daher ist die Lehre anders strukturiert, was etwas frustrierend sein kann, wenn man einmal eigenverantwortlich im Labor gestanden hat und sich Wissen aus Papern aneignen musste. Auch hat das Vorwissen zwischen den Kursteilnehmern stark variiert. Bei mir im Kurs waren ca. 7 Nationalitäten vertreten aus verschiedenen Bildungssystemen und Studienfortschritten, sodass oft weiter ausgeholt werden musste.

Ich habe auch einen Norwegisch Kurs gemacht, der sich sehr gelohnt hat. Unsere Lehrerin (Kate Rasch) unterrichtete mit so viel Energie, dass das Norwegischlernen wie von selbst von statten ging. Die Kaffeepausen haben noch weiter dazu beigetragen die Kursteilnehmer aus anderen Ländern kennen zu lernen. Macht einen Sprachkurs, es lohnt sich!!!! Vor allem, wenn man auf Norwegisch bestellen kann oder dann in Deutschland eine Doku über Norwegen sieht und versteht was die Leute in Wirklichkeit sagen ;).

Außerdem habe ich ein Praktikum im Universitätsklinikum in der Pharmazeutischen Abteilung absolviert. Dort wurde ich sehr freundlich aufgenommen, die Weihnachtsfeier in der Gruppe war einer der Höhepunkte. Mich hat man an allen interessanten Versuchen im Labor teilhaben lassen und mir die Methoden gezeigt. Es war sehr spannend die Methoden und Inhalte zu erleben und zu sehen. Leider konnte mir das Konzept hinter den Projekten oder Versuchen manchmal für mich nicht zufriedenstellend erklärt werden.

Neben dem Studium gibt es viel zu entdecken und zu erleben, wie z.B. einkaufen in einer der teuersten Städte der Welt. Wenn man die erste Woche überstanden hat und sich ein bisschen orientiert hat, kann man sich allerdings mit der App "Mattilbud" und bei türkischen Supermärkten, wie dem in Grønland, für norwegische Verhältnisse günstig ernähren. Die Lebensmittel haben in der Regel eine hohe Qualität. Kleidung ist dort ähnlich teuer wie in Deutschland, nur dass in Norwegen 30% Mehrwertsteuer auf die Produkte kommt. Bei der Einreise nach Deutschland kann man sich diese Steuern beim Zoll erstatten lassen und ein Norwegerpullover (Lusekofte) ist dann nicht mehr ganz so teuer.

Die Museen Oslos haben meistens an einem Tag der Woche oder immer für Osloer Studenten freien Eintritt. Das kann man an regnerischen Tagen ausnutzen und sich das FRAM Museum, die Wikinger Schiffe oder das Norwegische Völkerkundemuseum ansehen. Der Holmenkollen sollte auch auf der Liste der Besichtigungen stehen! Von dort gibt es einen schönen Wanderweg über den Vetterkollen und über Stock und Stein nach Sognsvann, den man mit Besuchern repräsentativ für Norwegische Wanderwege immer wieder machen kann ;). Im Wald ist meist kein Internet verfügbar, wohl aber GPS. Mit der App "maps.me" kommt ihr so mit Offline Karten gut ohne Internet und Navi ans Ziel und die App kennt auch die kleinsten Wanderwege. Norwegen ist landschaftlich sehr bezaubernd. Direkt um Oslo herum gibt es jede Menge Möglichkeiten sich im Freien zu bewegen und wandern zu gehen. Dabei sind die "Wanderwege" meist bessere Trampelpfade durch den Wald mit Markierungen an den Bäumen. Es werden von der Uni und anderen studentischen Organisationen Reisen z. B. zu Fjorden angeboten, aber auch auf eigene Faust lassen sich leicht Trips in Norwegen mit dem Auto, Flugzeug oder Zug organisieren. Trondheim, Bergen und Tromsø waren beliebte Ausflugsziele bei den internationalen Studenten.

Es bietet sich auch eine Mitgliedschaft im Athletika, dem Fitnessstudio von SiO, an. In dieser Mitgliedschaft sind Fitnessstudios in der ganzen Stadt und vielfältige Kurse inbegriffen. Im Domus Athletika ist ein Schwimmbecken für Mitglieder verfügbar und eines der Athletikas ist sogar auf dem Campus Blindern. Bei SiO kann man sich auch Langlaufskis ausleihen und sich in den über 100 km gespurten Loipen oder Crosscountry rund um Oslo probieren. Leider war während meines Aufenthalts nicht ausreichend Schnee, sodass ich das bei meinem nächsten Oslobesuch ausprobieren muss. Für Mannschaftssport gibt es den OSI, ein Sportverein für Studenten.

Die Zeit in Oslo war sehr schön und prägend. Ich habe viele neue, interessante Leute aus allen Ländern kennen gelernt und viele Erfahrungen gemacht, die für mich sehr überraschend waren und die ich so vorher nicht erwartet hatte. Dies hat mir zudem eine "neue" Richtung aufgezeigt, wie und wo es für mich künftig weiter gehen soll. Ich werde auf jeden Fall wieder nach Norwegen reisen, um Urlaub zu machen oder vielleicht um dort eines Tages entspannt zu leben und zu arbeiten.

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