Perspektive zur Statuette von Anna Nartsis Shopova
Anna Nartsis Shopova ist Bühnenbilderin und Doktorandin für Szenografie an der Nationalen Kunstakadamie in Sofia, Bulgarien.
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Anna Nartsis Shopova ist Bühnenbilderin und Doktorandin für Szenografie an der Nationalen Kunstakadamie in Sofia, Bulgarien.
·“the God-like human”
The God-like human. The human who is not satisfied with merely being close to
God in thought and heart, but wants to become God himself – a co-creator of the
world and master of death. He strives to become Homo Deus.
The human who is not content with only being human. Who divides beings into
lower and higher, applying the same rule to his own kind. Homo Deus invents
servants (and slaves) through various activities. Some of these are waging wars
and creating new technologies designed to serve him. Yet, after giving them life,
he fears they might become more human than their creator.
Perhaps we will have to accept this as one purpose of our existence – to
exchange what we learn, to pass knowledge and wisdom on – as a system of
connected, breathing, running beings, in which the experiences and dreams of
one can lift another – or drag them down. We are simply this system, in which
all colors and forms have a place, and everyone is valuable only because they
breathe. And that alone is enough.
To be humane will turn out to be our hardest task as humans.
We want to be gods, and gods (may be) dream of being human.
„nicht genug, nur Mensch zu sein“
Der gottähnliche Mensch. Der Mensch, der sich nicht damit zufriedengibt, Gott in
Gedanken und im Herzen nah zu sein, sondern selbst zum Gott werden möchte –
ein Miterschaffer der Welt und Meister des Todes. Der Mensch, der danach strebt
zum Homo Deus zu werden.
Der Mensch, dem es nicht genug ist, nur Mensch zu sein. Der Mensch, der Wesen
in höhere und niedere unterteilt und diese Regeln auch auf seinesgleichen
anwendet. Der Homo Deus erfindet Diener (und Sklaven) durch verschiedene
Beschäftigungen. Manche von ihnen führen Kriege und erschaffen neue
Technologien, geschaffen, um ihnen zu dienen. Aber nachdem er ihnen Leben
gegeben hat, fürchtet er, dass sie menschlicher werden, als ihr Erschaffer.
Vielleicht müssen wir dies als einen Sinn unserer Existenz verstehen – uns
darüber auszutauschen, was wir lernen und Wissen und Weisheit weiterzugeben.
Als ein System verbundener, atmender, laufender Wesen, in welchem die
Erfahrungen und Träume der einen, die anderen hochheben können – oder sie
nach unten ziehen. Wir sind nur dieses System, in welchem alle Farben und
Formen einen Platz haben und alle wertvoll sind, nur weil sie atmen. Und das
allein genügt.
Menschlich zu sein, wird sich als unsere schwierigste Aufgabe als Menschen
herausstellen.
Wir wollen Götter sein und Götter träumen (vielleicht) davon Menschen zu
werden.