Temporäre Ausstellung "Zwischen Wissenschaft und Kunst"

Mikroskopische Praktiken um 1900

Ein Mikroskop mit Zeichenokular und ein Kästchen mit Präparaten stehen auf einem Tisch.

Foto: Bastienne Karg
Ein Mikroskop mit Zeichenokular und ein Kästchen mit Präparaten stehen auf einem Tisch.
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Veranstaltungseckdaten

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Beginn
Ende
Veranstaltungsarten
Ausstellung im Haus
Ort
Villa Medusa
Berggasse 7
07745 Jena
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Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierearmer Zugang
nein
Öffentlich
ja

Temporäre Ausstellung zu mikroskopischen Praktiken um 1900

Das Mikroskop diente dem Zoologen Ernst Haeckel (1834-1919) als zentrales Instrument für seine meereszoologische Forschung. Mit diesem konnte er winzige Strukturen vergrößern, sichtbar machen und untersuchen. Mit geübter Hand hielt er das Gesehene in zahlreichen Zeichnungen fest.

Eine seiner ersten umfassenden Forschungen widmete Haeckel den Radiolarien. Diese kleinsten Meeresorganismen besitzen ein filigranes „kieseliges“ Skelett aus Siliciumdioxid. Mit dieser Arbeit habilitierte sich Haeckel zum Professor für Zoologie an der Universität Jena. In der dazu veröffentlichten Monographie veranschaulichen 35 Bildtafeln die Formenvielfalt der Radiolarien und gewähren einen detaillierten Einblick in die mikroskopisch kleine Welt.

In seinen wissenschaftlichen Schriften ergänzte Haeckel die Untersuchungen mit seinen Zeichnungen, die er für populärwissenschaftliche Ausgaben wiederverwendete. Heute noch sind die Zeichnungen aus der „Kunstformen der Natur“ vielen bekannt.

Wir möchten Sie mit dieser Ausstellung zu einer historischen Annäherung einladen, bei der Sie selbst das Mikroskopieren und Zeichnen um 1900 erfahren können. Exemplarisch stehen die Radiolarien im Mittelpunkt. Historische Briefe geben einen Einblick wie Haeckel diese kleinen Organismen fing und für weitere Untersuchungen vorbereitete. Anhand von Manuskriptzeichnungen kann der Prozess von der ersten Zeichnung bis zur druckfertigen Grafik nachvollzogen werden. Schließlich stellt ein moderner Aufbau den Bezug zu heutigen Verfahren der Bildgebung her.

Wir wünschen Ihnen einen faszinierenden Einblick in die Mikroskopie zwischen Wissenschaft und Kunst!